Dein Peeling-Guide

Janine Seyed • Wellbeing

Das perfekte Peeling für Deine Haut

Hallo lieber Stilgenuss Leser,

geht es um die Gesichts- und Körperpflege wirst Du nie um das Thema Peeling vorbeikommen. Ist die Lösung für seidig weiche, strahlende, straffe und gesunde Haut also peelen was nur geht? Nein! So einfach ist es nicht und solltest Du es Dir auch nicht machen. Denn Peeling ist nicht gleich Peeling.

Aus dem Englischen „to peel“ ins Deutsche übersetzt, bedeutet es so viel wie „schälen“, „pellen“. Es ist eine kosmetische bzw. dermatologische Behandlung, bei der oberflächliche Hautschichten abgetragen werden. Im Englischen wird dieser Vorgang als „scubbing“ oder „exfoliation“ bezeichnet. Ein Peeling hat die Wirkung, dass Deine Haut von alten Schüppchen und Unreinheiten befreit wird und zusätzlich kann die Durchblutung (Mikrozirkulation) angeregt werden. Je nach Hauttyp, Hautregion und Empfindlichkeit bzw. Hauterkrankung solltest Du auf unterschiedliche Peelings zurückgreifen und bei Unsicherheiten immer Deinen Kosmetiker oder Dermatologen um Rat fragen. Ich stelle Dir heute die drei bekanntesten Varianten vor, um auf sanfte Art alte und trockene Hautschüppchen zu entfernen.

Mechanisches Peeling

Wie der Name schon verrät, wird bei dem mechanischen Peeling die Haut durch mechanische Reibung gereinigt. Diese Reibung entsteht durch kleine Peelingkörper wie Zucker, gemahlenen Kaffee und Kerne, Quarzsand oder Bimsmehl. Es regt die Mikrozirkulation und die Abschuppung an.  Auf dem Markt gibt es unzählig verschiede Varianten und je nach Hauttyp kann in Kombination mit Heilerde, Ölen oder Waschgelen gepeelt werden. Mechanische Peelings zeigen wenig Nebenwirkungen bei einer gesunden Haut. Bei Menschen mit sehr empfindlicher Haut oder Rosazea wird von mechanischen Peelings abgeraten, da diese das oberflächliche Bindegewebe angreifen und kleine Äderchen zusätzlich gereizt werden. Auch bei zu Akne neigender Haut sollte auf ein chemisches- oder Enzym-Peeling zurückgegriffen werden. Besonders sehr grobkörnige Peelings sollten nicht für Gesicht und Dekolleté verwendet werden. Ein Zucker- oder Salz- Peeling solltest Du daher eher für Deinen Körper benutzen. In Verbindung mit Honig und Olivenöl kannst Du Dir ganz einfach selbst ein wunderbar wohltuendes und pflegendes Körperpeeling erstellen.

 

Chemisches Peeling

Chemische Peelings sind aktuell in aller Munde und werden von vielen Kosmetikfirmen angeboten. Sie sind nichts anderes als Säuren, welche die erste Schicht unserer Haut abtragen. Das chemische Peeling löst trockene oder sogar verhornte Hautschüppchen und lässt Deine untere Hautschicht wieder atmen. Ja, Säure hört sich jetzt erstmal unangenehm an, aber keine Sorge, bei richtiger Anwendung und anschließender Pflege wird Deine Haut strahlen und DEN GLOW bekommen. Die wohl bekanntesten Säuren sind AHA (Alpha-Hydroxysäuren), BHA (Beta-Hydroxysäuren) und PHA (Polyhydroxy Acids). Wichtig zu wissen ist, dass Dein hauteigener PH-Wert hier eine wichtige Rollte spielt. Ein gesunder PH-Wert der Haut liegt zwischen 4,6 und 6. Um ganz sicher zu gehen, kannst Du diesen am besten beim Dermatologen feststellen lassen. Ein gesundes Säuremilieu und Bakterien sind zur Aufrechterhaltung eines gesunden Teints wichtig. Zu den AHA Säuren zählt die Fruchtsäure, welche zum Beispiel aus Zuckerrohr oder Trauben gewonnen wird. Die bekannteste Säure ist die Glykolsäure mit einem PH-Wert von 3,8. Sie reinigt tiefenwirksam und spendet Feuchtigkeit. Fruchtsäurepeelings erweisen sich als besonders wirksam bei verstopften Poren oder auch Mitessern. Aufgrund ihrer sehr hohen Effektivität können Fruchtsäurepeelings je nach Konzentration die Haut aber auch irritieren. Wenn Du eine empfindliche Haut hast oder an Rosazea leidest, solltest Du vielleicht eher auf ein Peeling mit anderen Säuren zurückgreifen. Ein Peeling mit BHA-Säure ist hier gleich einiges verträglicher, da es weniger aggressiv auf Deine Haut wirkt. Der Klassiker hier ist die Salicylsäure mit einem pH-Wert von 3,3, sie hat eine ähnliche Wirkung wie die Fruchtsäure und wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Die mildeste Variante ist die PHA Säure mit den Bestandteilen Lactobionsäure (pH-Wert 3,8) und Gluconolactone. Auch diese wirkt entzündungshemmend, dringt aber nicht so tief in die Haut ein, wie Fruchtsäure oder Salicylsäure. Trotzdem werden Hautunreinheiten und feine Fältchen behandelt. Wenn Du an Beinen, Gesäß oder Armen zu Erdbeerhaut neigst, kannst Du auch hier regelmäßig chemische Peelings verwenden. Wie bei allen Peelings, aber besonders bei chemischen Peelings, ist es sehr wichtig, sich im Anschluss oder am nächsten Morgen mit ausreichend Sonnencreme zu schützen. Wenn Du zu dem Thema Sonnenschutz noch mehr lesen möchtest, empfehle ich Dir den Beitrag Sommer, Sonne, Sonnencreme.

Enzympeeling

Abschließend stelle ich Dir noch das Enzympeeling vor. Ähnlich wie das chemische Peeling war es lange Zeit nur beim Kosmetiker im Einsatz. Heute finden wir auch diese Form des Peelings überall auf dem Markt. Proteine halten die Zellverbände der Hornschicht zusammen und können enzymatisch gespalten werden. Daher besteht ein Enzympeeling aus Proteasen, also eiweißspaltenden Enzymen. Dadurch werden die Zellen gelockert und können anschließend von der Oberfläche abgetragen werden. Diese Enzyme werden zum Beispiel aus den Stängeln der Ananas gewonnen, aber auch Honig, Bananen und Quark enthalten diese Enzyme. Auf dem Markt bekommst Du Enzympeelings meistens als Trockenextrakt, welchen Du mit Wasser anrührst. Anschließend kannst Du es in Form einer Maske auftragen und für 10-20 Minuten einwirken lassen. Es ist mitunter die sanfteste Art zu peelen. Dennoch ist es nicht wie das chemische Peeling tiefenwirksam und regt nicht, wie das mechanische Peeling, die Mikrozirkulation an. Für Personen mit entzündlicher Haut und Akne ist dieses Peeling aber genau richtig.  

Ich wünsche Dir jetzt viel Spaß beim Entdecken Deines perfekten Peelings. Wenn Du noch Fragen hast, freue ich mich von Dir zu lesen.

Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag,

Deine Janine

 

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