Kraftort Wald

Janine Seyed • Wellbeing

Shinrin Yoku – Baden im Wald 

Hallo lieber STILGENUSS Leser,

nimm Dir zu Beginn einen kurzen Moment Zeit und denke an Deinen letzten Waldspaziergang. Vielleicht warst Du erst vergangenes Wochenende im Wald oder vielleicht ist es schon eine Zeit her, als Du das letzte Mal im Wald spazieren warst. Jetzt, wenn der Herbst beginnt, hält der Wald viele wundervolle und magische Naturspiele für uns bereit. Es ist es Wert, einmal ganz bewusst durch den Wald zu gehen und darauf zu achten, wie der Wald auf Dich wirkt.

Wald als Ort für Naturtherapie

„Shinrin Yoku“ wird in Japan als Konzept der Naturtherapie und als Erholungsangebot schon seit vielen Jahren untersucht und gefördert. Vielleicht hast auch Du schon von dem Begriff Waldbaden gehört. Es geht darum, die Atmosphäre des Waldes bewusst und intensiv mit allen Sinnen wahrzunehmen. Neben der körperlichen Aktivität des Spazierengehens hat das Waldbaden auch einen positiven Effekt auf den Geist.

Japans Landfläche besteht zu ca. 67% aus Wäldern, daher ist die Verbundenheit zur Natur schon seit jeher sehr wichtig für Japan. So hat man 1990 in einer ersten Feldstudie untersucht, wie sich der längere Aufenthalt im Wald auf die Stresshormone auswirkt.

Was bewirkt das Baden im Wald

Waldbaden wirkt stressreduzierend und stimmungsaufhellend. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol wird verringert und die Aktivität des präfrontalen Cortex wird beruhigt. Verantwortlich dafür sind die Phytonzide. Sie sind flüchtige, organische Verbindungen, welche die Pflanzen im Wald ausströmen, um sich vor Insekten, Pilzen und Bakterien zu schützen.

Auch hat der Wald Einfluss auf unser Herz-Kreislauf-System. Phytozide sorgen dafür, dass unser Blutdruck sinkt und sich die Herzfrequenzvariabilität verbessert, was dazu führt, dass unser Herz besser mit Stress umgehen kann. Ein Waldspaziergang kann auch die Ausschüttung des Hormons DHEA verbessern, was eine gesunde Herz-Kreislauf-Funktion aufrechterhält und somit auch vor Herzerkrankungen schützen kann.

Abschließend konnte in einer Studie festgestellt werden, dass sich der Gehalt an natürlichen Killerzellen verbessert, wenn man sich im Wald aufhält. Natürliche Killerzellen können Viren töten und Krebszellen zerstören. Es könnte also sein, dass regelmäßiges Waldbaden die Bildung von Krebszellen vorbeugen kann.

Also ab in den Wald  

Der Wald ist für mich zu jeder Jahreszeit ein Ort, der Kraft schenkt. Ob im Frühling, wenn die Waldblumen und Knospen anfangen zu sprießen. Im Sommer, wenn er Schatten und kühle Luft spendet. Oder im Winter, wenn der Boden von Schnee und Frost bedeckt ist. Aber auch besonders der Herbst bietet sich für ausgiebige Spaziergänge im Wald an.

Mein Tipp für Dich:

Gehe das kommende Wochenende entweder allein oder mit Begleitung in den Wald und achte mit allen Sinnen auf die Atmosphäre, die Dich umgibt. Lass Dein Handy zu Hause oder packe es vorsichtshalber ein, aber stelle es auf stumm und nimm es während der Zeit im Wald nicht raus. Auch nicht um Fotos machen.

Höre den Wind, wie er durch die Baumkronen rauscht, das Zwitschern der Vögel und die Blätter unter Deinen Schuhen.

Rieche das Laub, den feuchten Boden und die Tannenzäpfe.

Fühle mit den Händen das feuchte, aber weiche Moos, die Tannenzweige und die Luft auf Deiner Haut.

Beobachte die vielen Farben, die Weite des Waldes, die Höhe der Bäume und vielleicht findest Du auch Pilze oder sogar Tiere.

    Berichte mir gerne von Deinem letzten Waldspaziergang und wenn Du noch Fragen hast, freue ich mich von Dir zu lesen.

    Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag

    Deine Janine

     

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