Sommer, Sonne, Sonnencreme

Janine Seyed • Wellbeing

So geht Sonnenschutz richtig

Hallo lieber Stilgenuss Leser,

Sommer, Sonne, Sonnenschutz! Das sollte spätestens diesen Sommer Dein Motto werden. Ja, bei Sonnenschutz denken wir doch als erstes an bleiche Beine, ein klebriges Hautgefühl und weiße Creme-Nasen. Aber so musst Du deinen Sommer nicht verbringen, solltest Dir aber trotzdem der Wichtigkeit des passenden Sonnenschutzes bewusst sein. Denn mit 200.000 Neuerkrankungen jährlich, gehört Hautkrebs zu der häufigsten Krebserkrankung in Deutschland. Eine Studie zeigte, dass nur fünf Sonnenbrände vor dem 20. Lebensjahr die Chance an Hautkrebs zu erkranken um 80% steigen lässt. Daher möchte ich Dir heute ein paar der wichtigsten Facts rund um das Thema Sonnenschutz und wie du Deine Haut das ganze Jahr über schützen kannst mitgeben.

Was sind UV-Strahlen und welche gibt es: 

Die Strahlung welche die Sonne aussendet, besteht aus drei unterschiedlichen Teilen. Sie besteht aus Infrarot, diese Strahlen spüren wir als Wärme auf der Haut, Licht und Ultraviolette Strahlung, also UV-Strahlen. UV-Strahlen spürst und siehst du im Vergleich zu den anderen beiden Strahlungen nicht.  Auch die UV-Strahlen lassen sich in drei Varianten aufteilen – UV-A, UV-B und UV-C. UV-C Strahlen sind für uns Menschen auf der Erde nicht relevant, da diese von der Atmosphäre herausgefiltert werden. UV-A und UV-B hingegen können für Dich und Deiner Haut schädlich sein, denn sie dringen unterschiedlich tief in Deine Haut ein. UV-A Strahlen sind nicht so stark wie UV-B Strahlen, welche für den Sonnenbrand verantwortlich sind. UV-B Strahlen dringen nur in die äußere Hautschicht und schädigen die DNA-Moleküle der Hautzellen. UV-A Strahlungen hingegen dringen tiefer und produzieren freie Radikale, welche für frühzeitige Hautalterung verantwortlich sind. Beide Strahlungen sind krebserregend. WICHTIG: Du bist der UV-Strahlungen nicht nur im Sommer ausgesetzt, sondern während dem ganzen Jahr. Auch an wolkigen Tagen oder im Schatten können UV-Strahlen auf Deine Haut einwirken. Auf dem Wasser, am Strand und auf dem Schnee werden UV-Strahlen reflektiert, wodurch die Strahlenbelastung noch höher ist.

Was ist der UV-Index und was sagt er aus:

Der UV-Index ist wichtig, um zu sehen, wie hoch die Strahlenbelastung bzw. der UV-Wert am Tag ist. Der Index reicht von 1 bis 11+ und um so höher dieser ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Du einen Sonnenbrand bekommst. Ab einem UV-Index Wert von drei wird es dringend empfohlen, sich vor der Sonne zu schützen. Nicht nur im Sommer hat man einen hohen Wert, sondern auch im Frühling kann die Strahlenbelastung schon genauso hoch sein. Du kannst den täglichen UV-Index Wert in bestimmten Wetter Apps oder auch auf der Website des Bundesamts für Strahlenschutz nachschauen.

Welcher Hauttyp bist Du: 

Um für Dich selbst herauszufinden, wie empfindlich Deine Haut ist, solltest Du Deinen Hauttyp identifizieren. Dadurch kannst Du auch den für Dich passenden Lichtschutzfaktor wählen. Zunächst ist wichtig, dass jeder einen eigenen Sonnenschutz hat, allerdings ist je nach Hauttyp dieser Eigenschutz schon nach wenigen Minuten in der Sonne nicht mehr ausreichend. In der folgenden Auflistung kannst Du Deinen Hauttyp ermitteln.

 

  • Hauttyp 1: sehr helle Haut, wird nicht braun, oft Sonnenbrand, Eigenschutz weniger als 10 Minuten
  • Hauttyp 2: helle Haut, wird langsam und minimal braun, häufig Sonnenbrand, Eigenschutz maximal 20 Minuten
  • Hauttyp 3: mittlere Hautfarbe, wird langsam und fortschreitend braun, manchmal Sonnenbrand, Eigenschutz 25 Minuten 
  • Hauttyp 4: bräunliche, olivfarbene Haut, schnell mittelbraun, selten Sonnenbrand, Eigenschutz 30 Minuten
  • Hauttyp 5: hellbraun oder dunkel, schnell dunkelbraun, kaum Sonnenbrand, Eigenschutz bis zu 90 Minuten
  • Hauttyp 6: dunkelbraun oder schwarz, schnell dunkel, nie Sonnenbrand, Eigenschutz über 90 Minuten

Was sagt der Lichtschutzfaktor aus: 

Du weißt jetzt wie der UV-Index funktioniert und konntest Deinen Hauttyp bestimmen. Zu welchem Lichtschutzfaktor (LSF), oder im englischen Sun Protection Factor (SPF), du greifen solltest, erkläre ich Dir jetzt. Der Lichtschutzfaktor sagt aus, wie lange man in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Der LSF verlängert den Eigenschutz Deiner Haut um den Faktor, der auf der Tube angegeben ist.

Das heißt, bist Du Hauttyp 2, darfst Du ohne LSF max. 20 Minuten in der Sonne sein. Trägst Du einen LSF 15 auf, verlängert sich die Zeit um das 15 fache. (20×15= 300 Min. ~ 5 Std.)

WICHTIG: Du solltest beachten, dass kein Produkt immer hundertprozentig schützt. Das heißt, Du solltest max. 60% der Schutzzeit ausnutzen und danach nachcremen oder den direkten Sonnenstrahlen ausweichen. Auch musst Du wissen, dass der LSF sich nur auf die UV-B Strahlen bezieht. Das bedeutet für Dich, er schützt vor Sonnenbrand, aber nicht vor den UV-A Strahlen. Daher beim Kauf des Produktes immer darauf achten, ob auch ein UV-A Symbol in Form von einem Kreis oder Sternchen abgebildet ist. Denn wie wir wissen, sind wir den UV-A Strahlungen dem ganzen Jahr ausgesetzt.

Grundsätzlich gilt:

  • LSF 6,10 = niedrig
  • LSF 15, 20, 25 = mittel
  • LSF 30, 50 = hoch
  • LSF 50+ = sehr hoch

Wenn Du nun auf ganz sicher gehen möchtest, dann solltest Du auf den Schutz von Kleidung zurückgreifen. Kleider lassen, je nach Stoff, ungefähr nur ein Fünfzigstel der UV-Strahlung durch und schützen somit am besten. Auch kannst Du beim Kauf eines Sonnenschirmes auf den UPF-Wert achten. Dieser sagt, wie der LSF-Wert, wie viel länger Du dich im Freien aufhalten kannst.

Chemischer oder mineralischer Sonnenschutz: 

In den letzten Jahren wurde vermehrt über die Unterschiede und die Vor- und Nachteilen von chemischen oder mineralischen Sonnenschutzprodukten berichtet. Gleich vor ab möchte ich Dir mitgeben, dass diese Entscheidung schlussendlich jedem selbst überlassen ist. Es wirken viele Faktoren auf die Wahl des richtigen Produktes ein, wie zum Beispiel Wasserfestigkeit, Schutzgrad, Filtertyp, Allergien, Umwelt…

Es heißt, dass in Tierversuchen festgestellt wurde, dass es durch chemische Sonnenschutzfilter Hinweise auf Hormoneinwirkungen gibt. Ob das auf den Menschen direkt übertragbar ist, ist unklar. Dennoch werden nur Produkte mit einem geringeren Sonnenschutzfilter als wie in den Tests, auf den Markt gebracht. Der in chemischen Filtern verwendete Stoff Octocrylen kann Benzophenon bilden, welches wahrscheinlich krebserregend ist. Daher greifen viel auf die mineralischen Filter zurück. Der große Unterschied ist, dass chemische Filter die UV-Strahlen absorbieren und der mineralische Filter diese reflektieren. Was Du aber wissen solltest ist, dass mineralische Filter, auch anorganische Filter genannt, ebenso aus chemischen Substanzen bestehen. Du solltest Dich hier also nicht in die Irre führen lassen. Hautbestandteile von mineralischen Filtern sind Titandioxid (TiO2) und Zinkoxid (ZnO). WICHTIG: mineralische Filter sind gegenüber UV-A Strahlen nicht ausreichend wirksam.

Was Du sonst noch wissen solltest: 

Die wichtigsten Punkte habe ich Dir jetzt mitgegeben. Was Du abschließend noch beachten solltest, fasse ich Dir hier nochmal in Stichpunkten zusammen.  

  • Haltbarkeit: Wenn das Produkt schon angebrochen ist, solltest Du Dich grundsätzlich an das Mindesthaltbarkeitsdatum nach Anbruch orientieren. In vielen Fällen kann man das Produkt auch noch länger verwenden, vorausgesetzt es wurde nicht zu viel Wärme ausgesetzt und hat sich noch nicht in Farbe, Geruch oder Konsistenz verändert.
  • Beim Sonnenbaden gilt, dass Du Dich ca. alle zwei Stunden nachcremen solltest, auch wenn Du in der Zeit nicht im Wasser warst. Ansonsten heißt es nach jedem Schwimmen eincremen.
  • Wenn Du Make-Up verwendest, solltest Du Deinem Sonnenschutz ca. 20 Minuten zum Einwirken geben, bevor Du Dein Make-Up aufträgst.
  • Welche Form von Sonnenschutz Du schlussendlich verwendest ist komplett Dir überlassen, ob Creme, Spray, Gel oder Fluid. Mittlerweile findest Du alles auf dem Markt und kannst das perfekte Produkt für Dich finden.
  • Absolutes NO GO: Solarien! In Solarien ist der UV-A Anteil nochmal höher als der UV-B Anteil, somit altert Deine Haut hier schneller. Wenn Du im Winter auf Deinen ausgewogenen Vitamin-D Wert achten möchtest, solltest Du lieber auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

Genieße nun die warmen und sonnigen, aber besonders gut geschützten Sommertage. Wenn Du noch fragen hast, freue ich mich von Dir zu lesen.

Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag,

Deine Janine

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